Mit der jährlichen Verleihung der Gerontologiepreise anerkennt die Stadt Vechta die herausragende Expertise aus dem Fach Gerontologie der Universität Vechta. Der stellvertretende Bürgermeister betonte, dass die ausgezeichneten Arbeiten aktueller und relevanter kaum sein könnten, da sie sich zentralen Herausforderungen der alternden Gesellschaft widmen und dies mit wissenschaftlicher Präzision und einem klaren Blick für die praktische Umsetzbarkeit tun.

Im Rahmen einer Feierstunde zum Abschluss des Studiengangs Gerontologie an der Universität Vechta vergab Vechtas stellvertretender Bürgermeister Philip Wilming die Gerontologiepreise der Stadt für die besten Abschlussarbeiten. Geehrt wurden die folgenden drei Absolventinnen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten:
- Emmi Lotte Grunz:
„Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz: Ein Vergleich zwischen Deutschland undden Niederlanden“ (Bachelorarbeit) - Fiona Sophie Buschmann:
„Alkohol bezogene Störungen im Alter in stationären Einrichtungen“ (Masterarbeit) - Lea-Leonie Groß:
„Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation – Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ (Masterarbeit).
Innovative Masterarbeit zum Themenfeld Mobile Geriatrische Rehabilitation
In der Begründung zur Preisverleihung an Lea Groß heisst es:
„Die mobile geriatrische Rehabilitation (MGR) ist eine innovative Versorgungsform, die trotz gesetzlicher Verankerung ein Nischendasein fristet. Frau Groß widmete sich einer präzisen und tiefgreifenden Analyse der strukturellen, rechtlichen und institutionellen Hemmnisse dieser wichtigen Rehabilitationsform. Sie nutzte für ihre Arbeit unter anderem elf leitfadengestützte Expert*innen-Interviews. Dabei identifizierte sie die Ursachen der geringen Verbreitung, zu denen rechtliche Unsicherheiten, fehlende bundeseinheitliche Standards, ökonomische Risiken und strukturelle Fragmentierungen im Versorgungssystem gehören. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll die Potenziale der MGR auf, wie etwa die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und die Stärkung der Selbstständigkeit älterer Menschen zu Hause. Die Gutachter würdigten ihre Arbeit, die mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet wurde, als einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung sektorenübergreifender rehabilitativer Angebote.“
(Auszüge aus: Pressemitteilung der Universität Vechta vom 15. Dezember 2025, Foto: Universität Vechta)
Die BAG MoRe:
wird sich mit dieser richtungsweisenden Masterarbeit intensiv befassen und die Ergebnisse in den Diskurs zum Ausbau mobiler Rehabilitationsangebote einbeziehen.
Wir gratulierten Frau Groß zur Auszeichnung mit dem Gerontologiepreis 2025!
Hinweis:
Die Masterarbeit „Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation –
Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ von Lea Groß
finden Sie zum Download unter
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