Veranstaltungsbericht: Symposium Mobile Rehabilitation 2026

Symposium MoRe 2026

Das MoRe-Symposium am 19. Juni 2026 in Berlin stand unter dem Thema „Perspektiven der mobilen Rehabilitation unter veränderten Rahmenbedingungen“. Eingeladen hatten die BAG Mobile Rehabilitation (BAG MoRe), die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und die Diakonie Deutschland.

Bei der Eröffnung verwies der Vorsitzende der BAG MoRe, Dr. Rudolf Siegert, auf die seit 2007 kontinuierlich weiterentwickelten Regelungen zur mobilen Rehabilitation. Diese Entwicklung habe zur Etablierung des Leistungsangebots beigetragen. Die seit 2025 geltenden Rahmenempfehlungen Vorsorge und Rehabilitation schaffen mehr Rechtssicherheit zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern. Offen bleibe, ob diese Entwicklung zielgerichtet fortgeführt werden könne oder durch aktuelle Gesetzesvorhaben wie das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz konterkariert werde.

Bilanz: 5 Jahre Gemeinsame Empfehlungen Mobile Rehabilitation (GE MoRe)

Die Entwicklung der mobilen geriatrischen Rehabilitation fünf Jahre nach Inkrafttreten der GE MoRe stellte Dr. Matthias Meinck, stellvertretender Leiter des Kompetenzzentrums Geriatrie, in seinem Vortrag vor. Kern der GE MoRe war ein neues Allokationskonzept, das maßgeblich durch das DVfR-Positionspapier „Reha vor und bei Pflege“ (2020) beeinflusst wurde. Seitdem richtet sich der Zugang zur MoRe danach, in welchem Setting und mit welcher Reha-Strategie die Reha-Ziele am besten erreichbar sind. Dabei gewann die Adaptation als Reha-Strategie an Bedeutung. Die Neuerungen haben sich bei der Zuweisung zur MoRe etabliert; neue Einrichtungen entstehen jedoch nur vereinzelt. Steigende Fallzahlen beruhen vor allem auf zusätzlichen Teams in bestehenden Einrichtungen. Zudem wird mobile Rehabilitation zunehmend in stationären Pflegeeinrichtungen und in der Kurzzeitpflege angeboten.
Dr. Meinck empfiehlt, die konzeptionellen Grundlagen weiterzuentwickeln. Er begrüßt die Initiative der BAG MoRe, das Thema Adaptation als Reha-Strategie in einer Arbeitsgruppe weiter zu bearbeiten. Zur Stärkung der MoRe sei außerdem die seit 2025 geltende Rahmenempfehlung Vorsorge und Rehabilitation umzusetzen. Offen bleibt, wie die flächendeckende Umsetzung vorangebracht werden kann.

Hemmnisse für die bedarfsgerechte Entwicklung von MoRe-Angeboten

Mobile Rehabilitation sei ein innovatives Angebot, das die Versorgungslandschaft sinnvoll ergänzt und dessen Potenzial bislang nur wenig verbreitet ist, betonte Lea Groß, Ergotherapeutin und Gerontologin. In ihrem Vortrag stellte sie die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Identifizierung der Hemmnisse für die bedarfsgerechte Entwicklung von MoRe-Angeboten vor. Dazu zählen unter anderem Hürden durch Krankenkassen, mangelnde Initiativen, starre Organisations-strukturen, Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Wissensdefizite, strukturelle Hindernisse im Zulassungs- und Umsetzungsprozess sowie politisch-strukturelle Rahmenbedingungen, insbesondere fehlende Unterstützung auf Landesebene.
Ihr Fazit: Der gezielte Abbau dieser Hemmnisse sei notwendig und möglich; zugleich seien die Voraussetzungen für die Gründung mobiler Rehabilitationsdienste so gut wie nie zuvor. Angesichts des großen Versorgungsbedarfs stelle sich daher weniger die Frage, ob mobile Rehabilitation gebraucht werde, sondern wie sie erfolgreich etabliert werden könne.

In der anschließenden Diskussion wurde die fehlende Unterstützung in vielen Bundesländern kritisiert. Einige Länder verfügen weiterhin über keine Landesgeriatriekonzepte; in anderen ist mobile Rehabilitation darin nicht als Versorgungsbaustein verankert. Bremen und Bayern wurden als positive Beispiele genannt: In Bremen hat sich die Aufnahme der MoRe in das Geriatriekonzept bewährt; mehrere Teams versorgen dort das Stadtgebiet und angrenzende Regionen. Bayern unterstützt als einziges Bundesland den Aufbau mobiler Rehaeinrichtungen mit einer Anschubfinanzierung und verfügt inzwischen über 15 MoRe-Einrichtungen. Dr. Siegert berichtete, dass die BAG MoRe die Landesgeriatriekonzepte analysieren und anschließend auf die Bundesländer zugehen will.

Bedeutung der Rahmenempfehlungen Vorsorge und Rehabilitation (RE-REHA) für
die mobile Rehabilitation

Dr. Rudolf Siegert erläuterte die wesentlichen Inhalte der RE-REHA, die seit gut einem Jahr die Zusammenarbeit zwischen Reha-Leistungserbringern und Krankenkassen verbindlich regelt. Bestehende Regelungen bleiben gültig; bei abweichenden Festlegungen hat jedoch die RE-REHA Vorrang. Die GE MoRe (2021) bleibt zugleich das zentrale beschreibende Leistungs-regelwerk für die mobile Rehabilitation.
Für bestehende Einrichtungen wird die RE-REHA bei Neuverhandlungen des Versorgungsvertrags innerhalb der Übergangszeit wirksam. In der Anwendung, etwa bei Vertragsverhandlungen, zeigen sich derzeit in mehreren Punkten unterschiedliche Auffassungen. Der Klärungsprozess zwischen den Vertragsparteien ist daher noch nicht abgeschlossen.
Zum Abschluss wies Dr. Siegert auf neue Hemmnisse für den Ausbau der MoRe hin: Das geplante GKV-Beitrags-stabilisierungsgesetz sieht u. a. die Streichung der gesicherten Refinanzierung von tarifgemäßen Vergütungen vor und widerspricht damit den geltenden Regelungen der RE-REHA. Zudem konterkariert es das entstehende Pflegeneu-ordnungsgesetz, das unter anderem die rehabilitative Versorgung pflegebedürftiger Menschen verbessern soll.

Rehabilitation und Prävention im Zukunftspakt Pflege und in der Pflegereform

In Vertretung von Marcus Dräger, Referatsleiter im Bundesministerium für Gesundheit, berichtete Dr. Angela Braubach (BMG) über die Vorbereitung des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG). Es soll die soziale Pflegeversicherung stabilisieren und strukturell weiterentwickeln. Ein Schwerpunkt liegt auf Prävention und Rehabilitation für Pflegebedürftige, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu verringern und pflegende An- und Zugehörige zu entlasten. Der Maßnahmenkatalog sieht unter anderem Verbesserungen beim Zugang zur geriatrischen Rehabilitation, einschließlich mobiler geriatrischer Rehabilitation, sowie bei der Inanspruchnahme genehmigter Rehabilitationsmaßnahmen vor. Da das Angebot mobiler geriatrischer Rehabilitation in Deutschland bislang gering ist, untersucht das BMG bis Ende 2026 die Hürden für neue Angebote und die Herausforderungen im laufenden Betrieb. Geplant sind eine Literaturrecherche und ein Expert*innenaustausch im BMG.

Mobile geriatrische Rehabilitation – der bayerische Weg

Die Hälfte aller mobilen Reha-Einrichtungen in Deutschland ist in Bayern entstanden. Damit gilt der bayerische Weg als beispielgebend, auch wenn selbst dort eine flächendeckende Versorgung noch nicht erreicht ist. Seit 2015 fördert Bayern als einziges Bundesland den Aufbau mobiler geriatrischer Reha-Einrichtungen (MoGeRe) durch eine Anschubfinanzierung. Stefan Matzelsberger, Geriatriereferent im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) stellte die niedrigschwellige und flexible Förderpraxis vor. Zusätzlich werden Einzelprojekte unterstützt, die die mobile geriatrische Rehabilitation zukunftssicher weiterentwickeln sollen. Aktuell entsteht im Rahmen eines geförderten Projekts eine MoGeRe-App; Projektnehmer ist die MoRe-Life GmbH in Hof. Die Ergebnisse sollen allen bayerischen MoGeRe-Einrichtungen zugutekommen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit in einem MoGeRe-Netzwerk, das Landkreise, Kommunen, Krankenkassen und Kliniken einbindet. Das StMGP führt dazu regelmäßige Gespräche mit den Partnern und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit in Print- und digitalen Medien, etwa über den Newsletter der Gesundheitsregionen Plus und die Website des StMGP.

In der anschließenden Diskussion wünschten mehrere Tagungsteilnehmende, dass der bayerische Ansatz auch anderen Bundesländern als Vorbild dient. Zugleich wurde weiterer Forschungsbedarf betont: Nachhaltigkeitsstudien seien notwendig, um den Erfolg von MoGeRe nachzuweisen und diese Leistungsform bekannter zu machen. Dr. Siegert wies außerdem darauf hin, dass sich der Deutsche Rehatag erstmals dem Thema MoGeRe widmet. Die Auftaktveranstaltung am 01.10.2026 wird von der SALVE MoRe in Traunstein ausgerichtet.

Mobile Remobilisation in Österreich (MobiRem) – Ein Blick ins Nachbarland

Einblicke in die mobile geriatrische Versorgung in Österreich gab Dr. Patricia Walentiny, Departmentleiterin Akutgeriatrie und Remobilisation (AGRM) am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt. Die mobile geriatrische Remobilisation wurde 2013 in Klagenfurt (Kärnten) als Pilotprojekt gestartet und über einen Landesreformpool finanziert.
Dr. Walentiny verdeutlichte, dass das inzwischen seit 13 Jahren bestehende Angebot viele Parallelen zur MoGeRe in Deutschland aufweist, etwa bei Zielen, Aufgaben, Teamzusammensetzung und Abläufen. Die Zuweisung erfolgt direkt aus der Klinik oder durch ambulant tätige Haus- und Fachärzt*innen, auch ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt. Ein digitaler Aufnahmeantrag an den Leistungserbringer ist online leicht zugänglich.
Darüber hinaus stellte Dr. Walentiny zwei Evaluierungen der MobiRem in Kärnten vor. Beide waren als Vergleichsstudien zwischen mobiler und stationärer geriatrischer Rehabilitation beziehungsweise Remobilisation angelegt. Trotz ungünstigerer Ausgangsbedingungen der MobiRem-Patient*innen – etwa geringerer Selbstständigkeit, höherem Sturzrisiko und mehr Funktionsstörungen – wurden mindestens gleich gute Wirkungen wie in der stationären Versorgung nachgewiesen. Die Maßnahmen im häuslichen Umfeld führten unter anderem zu einem deutlich geringeren Sturzrisiko, subjektiv besseren körperlichen Fähigkeiten, weniger Medikamenten, kürzeren stationären Aufenthalten und rund 54 Prozent niedrigeren Kosten. Teilweise konnten Klinikeinweisungen vermieden werden. Ihr Fazit: Die ambulant-mobile Therapie erzielt bei vergleichbarer Leistung deutlich niedrigere Kosten und erweist sich als effizienter und nachhaltiger als die stationäre Behandlung.
Besonderheiten betreffen die Verzahnung mit der stationären Versorgung und die digitale Unterstützung: In Österreich sind Kliniken verpflichtet, bei stationären Aufenthalten ein Heimtrainingsprogramm für geriatrische Patient*innen auszuarbeiten. Dies stärkt das Bewusstsein für rehabilitativen Unterstützungsbedarf im häuslichen Umfeld. Seit 2020 steht zudem das digitale Trainingsangebot ASTrid landesweit ergänzend auf allen Remobilisationsstationen zur Verfügung. Über die kostenlose Plattform fit-daheim.at können Patient*innen ihr Training nach dem Klinikaufenthalt strukturiert zu Hause fortsetzen. Die Nutzungszahlen belegen eine sehr hohe Akzeptanz.
Auch die Finanzierung unterscheidet sich deutlich von Deutschland: Die Kosten der MobiRem werden nicht allein von der Krankenversicherung getragen. Vielmehr finanzieren das jeweilige Bundesland und kommunale Gebietskörperschaften, darunter regionale Gesundheitsfonds, mehr als die Hälfte der Maßnahmen mit.
Zum Abschluss verwies Dr. Walentiny auf das neu gestartete Pilotprojekt RehAllianCe, das digitale Telemonitoring- und Rehabilitationslösungen für die häusliche Rehabilitation erprobt. Besonders vielversprechend erscheinen hybride Versorgungsformen, die digitale Unterstützung mit persönlicher Betreuung verbinden.

In der Diskussion fragten Zuhörende nach, ob die Gründung einer mobilen geriatrischen Rehabilitation (Remobilisation) in Österreich einfacher sei. Dr. Walentiny widersprach diesem Eindruck: Auch in Österreich seien Überzeugungskraft, Netzwerkarbeit, Beharrlichkeit, Aufklärung, Werbung und etwas Glück nötig gewesen, um die richtigen Unterstützer*innen zu gewinnen. Ihr Rat lautete, nicht aufzugeben. In Kärnten und der Steiermark habe sich inzwischen ein Netzwerk ambulanter Geriatrien etabliert, jedoch noch nicht in ganz Österreich.
Die Mitfinanzierung durch kommunale Träger verdeutliche einen zentralen systemischen Unterschied zu Deutschland. In Kärnten und der Steiermark gibt es 26 MobiRem-Stützpunkte – etwa so viele wie in ganz Deutschland insgesamt. Besonders die südlichen Bundesländer Österreichs mit hohem Anteil älterer Menschen treiben den Ausbau von MobiRem weiter voran.
Dr. Walentiny zeigte sich optimistisch, dass mobile geriatrische Teams, die Patient*innen zu Hause aufsuchen, geriatrische Strukturen bedarfsgerecht ergänzen und in vielen europäischen Ländern bereits fester Bestandteil der Versorgung sind.

Podiumsdiskussion: Mobile Rehabilitation schließt Versorgungslücken

Zum Abschluss des Symposiums moderierte Dr. Patrick Roigk, Vorstand der BAG MoRe, eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen neuer BAG-MoRe-Mitglieder. Sie berichteten von ihren Erfahrungen beim Aufbau mobiler Rehabilitations-angebote. Teilnehmende waren Kathrin Hoyer, Koordinatorin der MoRe St. Ingbert (Saarland), Carsten Brandenberg, Koordinator der CTR Mobil Essen (Nordrhein-Westfalen), Dr. Melissa Stiefermann, ebenfalls CTR Mobil Essen, sowie Dr. Peter Milata von den Hochtaunus Kliniken (Hessen), die derzeit ein MoRe-Konzept entwickeln.
Im Mittelpunkt standen die Beweggründe für die Gründung einer MoRe, Personalgewinnung und Teamarbeit, Organisation effizienter Abläufe sowie Wirtschaftlichkeit und Vergütung. Aus allen drei Einrichtungen wurde berichtet, dass die Teams mit hoher Einsatzbereitschaft und Zufriedenheit arbeiten. Zugleich besteht in den jeweiligen Regionen weiterhin ein ungedeckter Bedarf an mobiler Rehabiliation; teilweise gibt es Wartezeiten und zusätzliche Werbung ist nicht mehr erforderlich. Alle drei Einrichtungen wollen ihre Kapazitäten ausbauen.
Als zentrale Anliegen nannten die Teilnehmenden weniger Bürokratie, mehr Flexibilität in der Aufbauphase, eine verlässliche Finanzierung, stärkere Unterstützung auch durch kommunale Träger, bessere Aufklärung über Bedarf und Möglichkeiten der mobilen Rehabilitation sowie den weiteren Ausbau der Digitalisierung.

Dr. Rudolf Siegert schloss das Symposium mit herzlichem Dank an die Referentinnen und Referenten für Vorträge sowie an die Teilnehmenden für die rege Diskussion.

Hier finden Sie die Vorträge des Symposiums im Überblick / zum Nachlesen:

Meinck M_Bilanz mobile geriatrische Reha_5 Jahre GE MoRe Download >>

Groß L_ MoGeRe-Hemmnisse einer Angebotsausweitung Download >>

Siegert R_ Bedeutung der RE-REHA für die mobile Rehabilitation Download >>

Dräger M_ Reha und Prävention im Zukunftspaket Pflege und in der Pflegereform

Matzelsberger S_Mobile geriatrische Rehabilitation – der bayerische Weg Download >>

Walentiny P_Mobile Remobilisation in Österreich (MobiRem) Download >>

Veranstaltungsbericht – MoRe-Symposiums 2026 (PDF) Download >>

EINLADUNG: 23. Deutscher Reha-Tag am 1.10.2026 in Traunstein

Deutscher Reha-Tag Logo

Reha unterstützt. Reha wirkt. Reha lohnt sich. Unter diesem Motto steht der Deutsche Reha-Tag 2026. Der Aktionstag macht deutlich, wie wichtig Rehabilitation für Gesundheit, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ist.

Reha-Tag-Logo

Auftaktveranstaltung in Traunstein zum Thema: Mobile geriatrische Rehabilitation

Die diesjährige zentrale Veranstaltung des Deutschen Reha-Tag findet am 1. Oktober 2026 (ab 14 Uhr) im Landratsamt in Traunstein statt, veranstaltet durch die SALVE – Mobile Reha (Traunstein). Bei dem abwechslungsreichen Programm steht die aufsuchende Versorgung älterer Menschen im Mittelpunkt. Mobile geriatrische Rehabilitation bringt wirksame Therapie direkt in den Alltag – nach Hause, dorthin, wo sie gebraucht wird. Durch die alltagsnahe Umsetzung und den Einbezug von An- und Zugehörigen entstehen besonders nachhaltige, praxisrelevante Fortschritte.

Wer sich über mobile geriatrische Rehabilitation informieren möchte, ist herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

SALVE MoRe Logo

Jubiläum: 5-Jahre mobile Rehabilitation in Traunstein

Zugleich feiert die SALVE – Mobile Reha (Traunstein) ihr 5-jähriges Jubiläum und am lädt 1.10.2026 (18-21 Uhr, Landratsamt Traunstein) zu einer Fachveranstaltung ein. Themen sind u.a. „Mobile geriatrische Rehabilitation – Konzept und Relevanz im bundesweiten Versorgungssystem“ und „Nachhaltige Hilfsmittelversorgung zur Gewährleistung der Selbstständigkeit im häuslichen Bereich“. Die Veranstaltung unter der Leitung von Dr. Mai Aumüller-Nguyen, Chefärztin und Geschäftsleitung SALVE – Mobile Reha, ist als ärztliche Fortbildung zertifiziert.

Weitere Informationen:

Deutscher Reha-Tag 2026 in Traunstein – Programm
Download >>

5-Jahre Mobile geriatrische Reha in Traunstein – Einladung – Ärzte Fortbildung
Download >>

SALVE Mobile Reha – Homepage

Reha-Tag – Das Bündnis für Reha Homepage


EINLADUNG: Gründungsseminar Mobile Rehabilitation am 06.11.2026 in Kassel

© Stadt Kassel; Foto: Jörg Conrad

Zum nächsten Seminar „Wie gründet man eine Mobile Rehabilitation?“ am 06.11.2026 in Kassel laden die Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation e. V. und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V. gemeinsam ein. Das Seminarangebot richtet sich u.a. an Ärzte verschiedener Fachgebiete mit rehabilitativem Schwerpunkt, Klinikvertreter, Vertragsärzte sowie an Reha- und Therapeutische Zentren. Mit dem Seminarangebot soll der erforderliche Wissenstransfer für Neugründungen mobiler Reha-Dienste unterstützt werden.

Im Rahmen des Gründungsseminar werden das Konzept und die Praxis der mobilen Rehabilitation umfassend vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert. Es werden Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt, um eine mobile Rehabilitationseinrichtung erfolgreich planen, kalkulieren, mit den Kostenträgern verhandeln und dauerhaft betreiben zu können. Dabei werden auch die rechtlichen Grundlagen „Gemeinsamen Empfehlungen zur mobilen Rehabilitation des GKV-Spitzenverbandes vom 01.06.2021“ sowie die neuen „Rahmenempfehlungen Vorsorge und Rehabilitation (RE-REHA) vom 01.07.2025“ und daraus resultierende Impulse für Neugründungen erörtert.

Die Referierenden Dr. med. Verena Ploenes (Schwäbisch Hall), Günter Ralle-Sander (Bremen) und Dr. med. Rudolf Siegert (Bremen) verfügen über viel Erfahrung in der mobilen Rehabilitation und sind Vorstandsmitglieder der BAG MoRe.

An mobiler Rehabilitation Interessierte und Gründungswillige sind zur Teilnahme herzlich eingeladen! Damit auf die Anliegen der Teilnehmenden gebührend eingegangen werden kann, ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt. (Um eine frühzeitige Anmeldung wird gebeten.)

Veranstaltungsort ist das Pentahotel Kassel, nur wenige Gehminuten vom ICE‑Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe entfernt.

Programmflyer Gründungsseminar Mobile Rehabilitation am 06.11.2026 in Kassel
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Gerontologiepreis 2025 für wissenschaftliche Arbeit zur mobilen geriatrischen Rehabilitation an Lea Groß

Gerontologiepreis 2025 an Lea Groß

Mit der jährlichen Verleihung der Gerontologiepreise anerkennt die Stadt Vechta die herausragende Expertise aus dem Fach Gerontologie der Universität Vechta. Der stellvertretende Bürgermeister betonte, dass die ausgezeichneten Arbeiten aktueller und relevanter kaum sein könnten, da sie sich zentralen Herausforderungen der alternden Gesellschaft widmen und dies mit wissenschaftlicher Präzision und einem klaren Blick für die praktische Umsetzbarkeit tun.

Gerontologiepreis 2025 an Lea Groß

Im Rahmen einer Feierstunde zum Abschluss des Studiengangs Gerontologie an der Universität Vechta vergab Vechtas stellvertretender Bürgermeister Philip Wilming die Gerontologiepreise der Stadt für die besten Abschlussarbeiten. Geehrt wurden die folgenden drei Absolventinnen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten:

  • Emmi Lotte Grunz:
    „Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz: Ein Vergleich zwischen Deutschland undden Niederlanden“ (Bachelorarbeit)
  • Fiona Sophie Buschmann:
    „Alkohol bezogene Störungen im Alter in stationären Einrichtungen“ (Masterarbeit)
  • Lea-Leonie Groß:
    „Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation – Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ (Masterarbeit).

Innovative Masterarbeit zum Themenfeld Mobile Geriatrische Rehabilitation

In der Begründung zur Preisverleihung an Lea Groß heisst es:

„Die mobile geriatrische Rehabilitation (MGR) ist eine innovative Versorgungsform, die trotz gesetzlicher Verankerung ein Nischendasein fristet. Frau Groß widmete sich einer präzisen und tiefgreifenden Analyse der strukturellen, rechtlichen und institutionellen Hemmnisse dieser wichtigen Rehabilitationsform. Sie nutzte für ihre Arbeit unter anderem elf leitfadengestützte Expert*innen-Interviews. Dabei identifizierte sie die Ursachen der geringen Verbreitung, zu denen rechtliche Unsicherheiten, fehlende bundeseinheitliche Standards, ökonomische Risiken und strukturelle Fragmentierungen im Versorgungssystem gehören. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll die Potenziale der MGR auf, wie etwa die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und die Stärkung der Selbstständigkeit älterer Menschen zu Hause. Die Gutachter würdigten ihre Arbeit, die mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet wurde, als einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung sektorenübergreifender rehabilitativer Angebote.“

(Auszüge aus: Pressemitteilung der Universität Vechta vom 15. Dezember 2025, Foto: Universität Vechta)

Die BAG MoRe:
wird sich mit dieser richtungsweisenden Masterarbeit intensiv befassen und die Ergebnisse in den Diskurs zum Ausbau mobiler Rehabilitationsangebote einbeziehen.
Wir gratulierten Frau Groß zur Auszeichnung mit dem Gerontologiepreis 2025!

Hinweis:

Die Masterarbeit „Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation –
Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ von Lea Groß
finden Sie zum Download unter
Literatur & Vorträge >>

Eröffnung der mobilen geriatrischen Reha in Essen (NRW)

Team der MoGeRe Essen

Die Contilia Therapie und Reha GmbH in Essen eröffnete im Dezember 2025 die erste mobile geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) in NRW. Diese innovative Rehabilitationsform richtet sich an Senior*innen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem stationären Aufenthalt eine intensive therapeutische Unterstützung benötigen. Unsere mobile Reha „CTR Mobil“ bringt maßgeschneiderte Therapie direkt zu Ihnen nach Hause, sodass Sie in Ihrer gewohnten Umgebung wieder zu Kräften kommen können.

Team der MoGeRe Essen

Was ist MoGeRe?

Die mobile geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) bietet eine multiprofessionelle Behandlung direkt im häuslichen Umfeld. Das Team aus Ärzt*innen, Rehabilitationspflegekräften, Sozialarbeitenden, Psycholog*innen, Diästassistent*innen und Therapeut*innen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) kommt 3–5 Mal pro Woche zu den betroffenen Senior*innen nach Hause. So entfällt der Stress von langen Anfahrten und die Angehörigen oder Pflegepersonal werden aktiv in den Therapieprozess einbezogen.

Die MoGeRe verfolgt den Anspruch Senior*innen eine ganzheitliche und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Rehabilitation zu ermöglichen. Das Ziel dieser mobilen Reha-Form ist nicht nur die medizinische und therapeutische Behandlung, sondern auch die Förderung der Selbstbestimmtheit im Alltag der Betroffenen. Wir möchten, dass Senior*innen nicht nur in ihrer gewohnten Umgebung behandelt werden, sondern auch aktiv am alltäglichen- und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – in Ihrem häuslichen Umfeld, für ein nachhaltiges Therapieergebnis. Eine Pflegebedürftigkeit und eine stationäre Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung sollen weitestgehend hinausgezögert oder gar verhindert werden.

Ziele und Vorteile der MoGeRe

  • Individuell angepasste Therapie: Wir entwickeln einen Therapieplan, der auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihren Alltag abgestimmt ist. Angepasst an Ihren Alltag.
  • Komfortable Versorgung: Keine Fahrtwege – die Therapie kommt direkt zu Ihnen.
  • Aktive Einbeziehung der Angehörigen und Pflegekräfte: Ihre Familie und Pflegekräfte erhalten Unterstützung und Beratung.
  • Nahtlose Integration in den Alltag: Der Wohnraum wird direkt in die therapeutischen Prozesse eingebunden, um Ihre Ziele im täglichen Leben zu fördern.

Wer kann von MoGeRe profitieren?

Senior*innen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem stationären Aufenthalt eine Rehabilitation benötigen, aber nicht in der Lage sind, an einer stationären oder ambulanten Reha teilzunehmen, können von dieser Form der mobilen Reha profitieren. Ebenso richtet sich das Angebot an Senior*innen mit mehreren Erkrankungen, die intensive therapeutische Unterstützung benötigen. Durch die MoGeRe haben Senior*innen die Möglichkeit, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben und trotzdem eine umfassende Therapie zu erhalten, die ihre Lebensqualität und Selbstbestimmtheit steigert. Wir informieren Sie gerne über die zahlreichen Möglichkeiten, die MoGeRe für Senior*innen bietet, die eine maßgeschneiderte Rehabilitation in den eigenen vier Wänden wünschen.
(Pressemitteilung CTR GmbH, Essen, vom 9.12.2025, Foto: CTR GmbH)

Kontakt:

CTR Mobil (Essen)
zur CTR-Homepage>>

„Reha Zuhause“ nun auch im Saarland – am Kreiskrankenhaus St. Ingbert

„Reha Zuhause“ nun auch im Saarland – am Kreiskrankenhaus St. Ingbert

Im August 2025 nahm die erste Mobile Rehabilitation des Saarlandes ihre Arbeit auf. Das interdisziplinäre Team der mobilen Rehabilitation „Reha Zuhause“ der Geriatrischen Rehaklinik Sankt Ingbert unterstützt rehabilitationsbedürftige Menschen genau dort, wo Teilhabeeinschränkungen und Barrieren im täglichen Leben zu bewältigen sind: Zuhause, in der Kurzzeitpflege oder im Pflegeheim.

Für mehr Lebensqualität

Das Team von „Reha Zuhause“ setzt sich aus acht verschiedenen Berufsgruppen zusammen und begleitet Patient*innen und ihre Angehörigen im Rahmen einer mobile Reha-Maßnahme etwa sechs Wochen lang. Durch empathische und fachkundige Unterstützung wird darauf hingearbeitet, ein möglichst eigenständiges Leben zu fördern und die Selbständigkeit im häuslichen Umfeld zu sichern oder wiederherzustellen. Angehörige profitieren von praktischen Tipps für den Alltag, sodass nach der Reha vieles eigenständig fortgeführt werden kann.

Wir füllen eine Versorgungslücke

Personen, die eine erfolgreiche Rehabilitation ausschließlich im vertrauten Umfeld absolvieren können, profitieren erheblich davon, dass ein mobiles Reha-Team sie direkt vor Ort aufsucht und ihnen somit eine gezielte Rehabilitationsmaßnahme ermöglicht. Nachfolgend zwei Beispiele aus der Praxis der „Reha Zuhause“:

„Wir unterstützen eine 92-jährige Dame, die nach einem langen Krankenhausaufenthalt noch im Rollstuhl sitzt. Sie hat mit Rehabilitation gute Chancen, sich wieder selbständig in ihrem Umfeld bewegen und Alltagsverrichtungen bewältigen zu können. Aufgrund von Orientierungsproblemen kommt für sie und ihre Angehörigen ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer stationären Reha-Klinik nicht in Frage.“


„Wir kümmern uns um einen seit Kindheitstagen blinden, selbständig lebenden 66-jährigen Mann, der kürzlich einen Schlaganfall erlitten hat. Die Angst vor einem Verlust seines speziellen Wohnumfeldes belastete ihn sehr. Wir trainieren zu Hause mit ihm die Orientierungsfähigkeit und den Einsatz von Hilfsmitteln. Auch das Lesen der Blindenschrift soll durch taktiles Training wiedererlernt werden.“

Die Startphase ist gelungen

Die ersten Wochen gestalteten sich für das MoRe-Team anspruchsvoll. Das gesamte Team engagierte sich intensiv, um die vielfältigen organisatorischen Aufgaben zu bewältigen, tragfähige Strukturen und Abläufe zu etablieren sowie das neue Rehabilitationsangebot durch Informationsveranstaltungen in der Region bekannt zu machen. Parallel dazu wurden erste Rehabilitand*innen aufgenommen und individuelle Rehabilitationsmaßnahmen geplant und umgesetzt wurden. Die positiven Rückmeldungen der ersten Rehabilitand*innen unterstreichen die Bedeutung dieses Angebots für die Zielgruppe.

Das Team der mobilen Rehabilitation „Reha Zuhause“ der Geriatrischen Rehaklinik Sankt Ingbert ist stolz auf seine gesellschaftlich wertvolle Tätigkeit.

Kontakt:
Reha Zuhause
Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH / Geriatrische Reha-Klinik zur Homepage >>

(Fotos: Kathrin Hoyer, Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH)