Gerontologiepreis 2025 für wissenschaftliche Arbeit zur mobilen geriatrischen Rehabilitation an Lea Groß

Gerontologiepreis 2025 an Lea Groß

Mit der jährlichen Verleihung der Gerontologiepreise anerkennt die Stadt Vechta die herausragende Expertise aus dem Fach Gerontologie der Universität Vechta. Der stellvertretende Bürgermeister betonte, dass die ausgezeichneten Arbeiten aktueller und relevanter kaum sein könnten, da sie sich zentralen Herausforderungen der alternden Gesellschaft widmen und dies mit wissenschaftlicher Präzision und einem klaren Blick für die praktische Umsetzbarkeit tun.

Gerontologiepreis 2025 an Lea Groß

Im Rahmen einer Feierstunde zum Abschluss des Studiengangs Gerontologie an der Universität Vechta vergab Vechtas stellvertretender Bürgermeister Philip Wilming die Gerontologiepreise der Stadt für die besten Abschlussarbeiten. Geehrt wurden die folgenden drei Absolventinnen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten:

  • Emmi Lotte Grunz:
    „Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz: Ein Vergleich zwischen Deutschland undden Niederlanden“ (Bachelorarbeit)
  • Fiona Sophie Buschmann:
    „Alkohol bezogene Störungen im Alter in stationären Einrichtungen“ (Masterarbeit)
  • Lea-Leonie Groß:
    „Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation – Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ (Masterarbeit).

Innovative Masterarbeit zum Themenfeld Mobile Geriatrische Rehabilitation

In der Begründung zur Preisverleihung an Lea Groß heisst es:

„Die mobile geriatrische Rehabilitation (MGR) ist eine innovative Versorgungsform, die trotz gesetzlicher Verankerung ein Nischendasein fristet. Frau Groß widmete sich einer präzisen und tiefgreifenden Analyse der strukturellen, rechtlichen und institutionellen Hemmnisse dieser wichtigen Rehabilitationsform. Sie nutzte für ihre Arbeit unter anderem elf leitfadengestützte Expert*innen-Interviews. Dabei identifizierte sie die Ursachen der geringen Verbreitung, zu denen rechtliche Unsicherheiten, fehlende bundeseinheitliche Standards, ökonomische Risiken und strukturelle Fragmentierungen im Versorgungssystem gehören. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll die Potenziale der MGR auf, wie etwa die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und die Stärkung der Selbstständigkeit älterer Menschen zu Hause. Die Gutachter würdigten ihre Arbeit, die mit der Gesamtnote „sehr gut“ bewertet wurde, als einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung sektorenübergreifender rehabilitativer Angebote.“

(Auszüge aus: Pressemitteilung der Universität Vechta vom 15. Dezember 2025, Foto: Universität Vechta)

Die BAG MoRe:
wird sich mit dieser richtungsweisenden Masterarbeit intensiv befassen und die Ergebnisse in den Diskurs zum Ausbau mobiler Rehabilitationsangebote einbeziehen.
Wir gratulierten Frau Groß zur Auszeichnung mit dem Gerontologiepreis 2025!

Hinweis:

Die Masterarbeit „Rehabilitation im Alter: Die Randexistenz der mobilen geriatrischen Rehabilitation –
Hemmnisse der Angebotsausweitung einer innovativen Rehabilitationsform“ von Lea Groß
finden Sie zum Download unter
Literatur & Vorträge >>

Eröffnung der mobilen geriatrischen Reha in Essen (NRW)

Team der MoGeRe Essen

Die Contilia Therapie und Reha GmbH in Essen eröffnete im Dezember 2025 die erste mobile geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) in NRW. Diese innovative Rehabilitationsform richtet sich an Senior*innen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem stationären Aufenthalt eine intensive therapeutische Unterstützung benötigen. Unsere mobile Reha „CTR Mobil“ bringt maßgeschneiderte Therapie direkt zu Ihnen nach Hause, sodass Sie in Ihrer gewohnten Umgebung wieder zu Kräften kommen können.

Team der MoGeRe Essen

Was ist MoGeRe?

Die mobile geriatrische Rehabilitation (MoGeRe) bietet eine multiprofessionelle Behandlung direkt im häuslichen Umfeld. Das Team aus Ärzt*innen, Rehabilitationspflegekräften, Sozialarbeitenden, Psycholog*innen, Diästassistent*innen und Therapeut*innen (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) kommt 3–5 Mal pro Woche zu den betroffenen Senior*innen nach Hause. So entfällt der Stress von langen Anfahrten und die Angehörigen oder Pflegepersonal werden aktiv in den Therapieprozess einbezogen.

Die MoGeRe verfolgt den Anspruch Senior*innen eine ganzheitliche und auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Rehabilitation zu ermöglichen. Das Ziel dieser mobilen Reha-Form ist nicht nur die medizinische und therapeutische Behandlung, sondern auch die Förderung der Selbstbestimmtheit im Alltag der Betroffenen. Wir möchten, dass Senior*innen nicht nur in ihrer gewohnten Umgebung behandelt werden, sondern auch aktiv am alltäglichen- und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können – in Ihrem häuslichen Umfeld, für ein nachhaltiges Therapieergebnis. Eine Pflegebedürftigkeit und eine stationäre Aufnahme in einer Pflegeeinrichtung sollen weitestgehend hinausgezögert oder gar verhindert werden.

Ziele und Vorteile der MoGeRe

  • Individuell angepasste Therapie: Wir entwickeln einen Therapieplan, der auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihren Alltag abgestimmt ist. Angepasst an Ihren Alltag.
  • Komfortable Versorgung: Keine Fahrtwege – die Therapie kommt direkt zu Ihnen.
  • Aktive Einbeziehung der Angehörigen und Pflegekräfte: Ihre Familie und Pflegekräfte erhalten Unterstützung und Beratung.
  • Nahtlose Integration in den Alltag: Der Wohnraum wird direkt in die therapeutischen Prozesse eingebunden, um Ihre Ziele im täglichen Leben zu fördern.

Wer kann von MoGeRe profitieren?

Senior*innen, die nach einer schweren Erkrankung oder einem stationären Aufenthalt eine Rehabilitation benötigen, aber nicht in der Lage sind, an einer stationären oder ambulanten Reha teilzunehmen, können von dieser Form der mobilen Reha profitieren. Ebenso richtet sich das Angebot an Senior*innen mit mehreren Erkrankungen, die intensive therapeutische Unterstützung benötigen. Durch die MoGeRe haben Senior*innen die Möglichkeit, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben und trotzdem eine umfassende Therapie zu erhalten, die ihre Lebensqualität und Selbstbestimmtheit steigert. Wir informieren Sie gerne über die zahlreichen Möglichkeiten, die MoGeRe für Senior*innen bietet, die eine maßgeschneiderte Rehabilitation in den eigenen vier Wänden wünschen.
(Pressemitteilung CTR GmbH, Essen, vom 9.12.2025, Foto: CTR GmbH)

Kontakt:

CTR Mobil (Essen)
zur CTR-Homepage>>

„Reha Zuhause“ nun auch im Saarland – am Kreiskrankenhaus St. Ingbert

„Reha Zuhause“ nun auch im Saarland – am Kreiskrankenhaus St. Ingbert

Im August 2025 nahm die erste Mobile Rehabilitation des Saarlandes ihre Arbeit auf. Das interdisziplinäre Team der mobilen Rehabilitation „Reha Zuhause“ der Geriatrischen Rehaklinik Sankt Ingbert unterstützt rehabilitationsbedürftige Menschen genau dort, wo Teilhabeeinschränkungen und Barrieren im täglichen Leben zu bewältigen sind: Zuhause, in der Kurzzeitpflege oder im Pflegeheim.

Für mehr Lebensqualität

Das Team von „Reha Zuhause“ setzt sich aus acht verschiedenen Berufsgruppen zusammen und begleitet Patient*innen und ihre Angehörigen im Rahmen einer mobile Reha-Maßnahme etwa sechs Wochen lang. Durch empathische und fachkundige Unterstützung wird darauf hingearbeitet, ein möglichst eigenständiges Leben zu fördern und die Selbständigkeit im häuslichen Umfeld zu sichern oder wiederherzustellen. Angehörige profitieren von praktischen Tipps für den Alltag, sodass nach der Reha vieles eigenständig fortgeführt werden kann.

Wir füllen eine Versorgungslücke

Personen, die eine erfolgreiche Rehabilitation ausschließlich im vertrauten Umfeld absolvieren können, profitieren erheblich davon, dass ein mobiles Reha-Team sie direkt vor Ort aufsucht und ihnen somit eine gezielte Rehabilitationsmaßnahme ermöglicht. Nachfolgend zwei Beispiele aus der Praxis der „Reha Zuhause“:

„Wir unterstützen eine 92-jährige Dame, die nach einem langen Krankenhausaufenthalt noch im Rollstuhl sitzt. Sie hat mit Rehabilitation gute Chancen, sich wieder selbständig in ihrem Umfeld bewegen und Alltagsverrichtungen bewältigen zu können. Aufgrund von Orientierungsproblemen kommt für sie und ihre Angehörigen ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer stationären Reha-Klinik nicht in Frage.“


„Wir kümmern uns um einen seit Kindheitstagen blinden, selbständig lebenden 66-jährigen Mann, der kürzlich einen Schlaganfall erlitten hat. Die Angst vor einem Verlust seines speziellen Wohnumfeldes belastete ihn sehr. Wir trainieren zu Hause mit ihm die Orientierungsfähigkeit und den Einsatz von Hilfsmitteln. Auch das Lesen der Blindenschrift soll durch taktiles Training wiedererlernt werden.“

Die Startphase ist gelungen

Die ersten Wochen gestalteten sich für das MoRe-Team anspruchsvoll. Das gesamte Team engagierte sich intensiv, um die vielfältigen organisatorischen Aufgaben zu bewältigen, tragfähige Strukturen und Abläufe zu etablieren sowie das neue Rehabilitationsangebot durch Informationsveranstaltungen in der Region bekannt zu machen. Parallel dazu wurden erste Rehabilitand*innen aufgenommen und individuelle Rehabilitationsmaßnahmen geplant und umgesetzt wurden. Die positiven Rückmeldungen der ersten Rehabilitand*innen unterstreichen die Bedeutung dieses Angebots für die Zielgruppe.

Das Team der mobilen Rehabilitation „Reha Zuhause“ der Geriatrischen Rehaklinik Sankt Ingbert ist stolz auf seine gesellschaftlich wertvolle Tätigkeit.

Kontakt:
Reha Zuhause
Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH / Geriatrische Reha-Klinik zur Homepage >>

(Fotos: Kathrin Hoyer, Kreiskrankenhaus St. Ingbert GmbH)