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Sozialgesetzbuch

Mobile Rehabilitation ist nach deutschem Sozialrecht eine Maßnahme medizinischer Rehabilitation, kodifiziert seit 2007 im Sozialgesetzbuch der gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V):

§ 40 SGB V Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (Abs. 1)

„Reicht bei Versicherten eine ambulante Krankenbehandlung nicht aus, um die in § 11 Abs. 2 beschriebenen Ziele zu erreichen, erbringt die Krankenkasse aus medizinischen Gründen erforderliche ambulante Rehabilitationsleistungen in Rehabilitationseinrichtungen, für die ein Versorgungsvertrag nach § 111c besteht; dies schließt mobile Rehabilitationsleistungen durch wohnortnahe Einrichtungen ein. Leistungen nach Satz 1 sind auch in stationären Pflegeeinrichtungen nach § 72 Abs. 1 des Elften Buches zu erbringen.“

Weitere Informationen:

  • Begründung zur Gesetzesänderung des SGB V (§ 40 Abs. 1), gültig ab 1.4.2007
  • Rahmenempfehlungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation (2007), siehe unten.

Darüber hinaus sind gesetzliche Vorgaben zur medizinischen Rehabilitation und Teilhabe in weiteren Sozialgesetzbüchern (SGB) enthalten (Beispiele):

SGB IX Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

  • zur medizinischen Rehabilitation:
    insbesondere § 36 (Rehabilitationsdienste und -einrichtungen) und § 42 (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)
  • zu Teilhabeleistungen allgemein:
    u. a. § 4 (Leistungen zur Teilhabe), 8 (Wunsch und Wahlrecht der Leistungsberechtigten), § 9 (Vorrangige Prüfung von Leistungen zur Teilhabe), § 13 (Instrumente zur Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs), § 14 (Leistender Rehabilitationsträger), § 19 (Teilhabeplan)

SGB V – Gesetzliche Krankenversicherung

  • insbesondere § 11 (Leistungsarten), § 27 (Krankenbehandlung), § 40 (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)

SGB XI – Soziale Pflegeversicherung

  • § 5 (Vorrang von Prävention und medizinischer Rehabilitation), § 7a (Pflegeberatung), § 31 (Vorrang der Rehabilitation vor Pflege), § 32 (Vorläufige Leistungen zur medizinischen Rehabilitation)

SGB VI – Gesetzliche Rentenversicherung

  • § 15 (Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, keine spezifischen Vorgaben zur mobilen Rehabilitation vorhanden)

SGB VII – Gesetzliche Unfallversicherung

  • § 26 (Grundsatz) und § 27 (Umfang der Heilbehandlung)

Weitere Informationen:

  • Wegweiser – Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit Behinderung (2013), kostenloser Download unter www.bar-frankfurt.de

Rahmenempfehlungen und Umsetzungshinweise

GKV-Spitzenverband veröffentlichte 2007 Rahmenempfehlungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation:

download pdfRahmenempfehlungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation, Stand: 01.05.2007
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Mit „Umsetzungshinweisen/Übergangsregelungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation“ (2010) und „Eckpunkten für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation“ (2016) geben der GKV-Spitzenverband und die Bundesverbänden der Krankenkassen Empfehlungen für die Krankenkassen zur besseren Umsetzung des Anspruchs auf mobile Rehabilitationsmaßnahmen. Sie enthalten die sozialmedizinischen Definitionen, bei denen mobile Rehabilitationsmaßnahmen in Betracht kommen, und die Anforderungen an die Leistungserbringer, die diese Maßnahmen anbieten möchten.


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Eckpunkte des GKV-Spitzenverbandes und der Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene für die mobile indikationsspezifische Rehabilitation vom 05. April 2016
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Basisdokumentation Patient
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Basisdokumentation Einrichtung
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GVK-Spitzenverband-Umsetzungshinweise/Übergangsregelungen zur mobilen geriatrischen Rehabilitation, Stand: 01.05.2010
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